24. Oktober 2011: Weltweit wachsen – verantwortlich handeln (Gespräch mit Hans Andersson, Country Manager South Korea H&M-Gruppe)

Von Anfang an ein „good citizen“: Im verbraucherkritischen und kommunikativ bestens vernetzten Südkorea muss ein im Markt neues Unternehmen nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch bei Behörden, Wettbewerbern und der Gesellschaft an sich gut angesehen sein. Das bedeutete vor mehr als zwei Jahren den Aufbau guter Beziehungen und heute, nach wie vor eine permanente Überzeugungsarbeit, schilderte Hans Andersson im Gespräch mit Prof. Dr. Guido Quelle. Selbst bei Vermietern von Einzelhandelsflächen: Denen war H&M zunächst kein Begriff.

„Stillstand bedeutet Rückschritt. Das gilt auch für das Wachstum“, machte Andersson deutlich. In den sechs, bald sieben Filialen in Südkorea gehe es daher häufig darum, den Mitarbeitern die H&M-Kultur zu vermitteln, unternehmerisch zu denken, eigenständig und mit bislang ungewohnter Eigeninitiative zu handeln. Nur so könne H&M auch im eigenen Geschäftskonzept der weltweit wachsenden Forderung nach Nachhaltigkeit nachkommen: Wenn alle Mitarbeiter gemeinsam daran arbeiten, cleverer, ressourceneffizienter und technisch ausgefeilter ein Einkaufserlebnis zu einem guten Preis und mit einem guten Gefühl zu bieten.